Das ultimative Bastelprojekt, der Speaky

2012 faste ich den Entschluss, dass ein "richtiger" Funkamateur auch einmal einen Transceiver selber gebaut haben muss. Dazu überlegte ich sehr lange, welchen Bausatz ich denn realisieren will und bin letztendlich beim Speaky von der QRP-Group hängen geblieben. Ein nicht ganz einfaches Projekt, aber es erschien mir machbar.

 

Okay, die ersten Teile waren schnell eingelötet, an das Wickeln von Ringkernen hat man sich schnell gewöhnt, aber dennoch dauerte dann ab einem bestimmten Punkt alles etwas länger. Ein Gehäuserahmen war dann auch noch schnell gefunden, aber das war ja noch nicht die Lösung schlechthin! Ich wollte ja etwas besonderes machen, etwas ganz auserlesenes. Und so sollte auch der Aufbau im Gerät entsprechend aussehen.

 

Aus diesem Grund hab ich den geplanten Kabelbaum auch schon zwei mal wieder aufgetrennt und ausgelötet. Ich will hier nicht einfach nur fertig werden, nein, es soll so zu sagen das Meisterstückchen werden. Und gut Ding braucht Weile!

 

Dies ist die Hauptplatine mit den einzelnen Bandmodulen. Bis zu 5 Bandmodule haben direkt Platz auf der Platine. Nach meinen Recherchen kann aber der Umschaltbus mit geringem Aufwand verlängert werden, sodass im Prinzip alle Bänder ausgewählt werden können.


Dies ist das 40m-Bandmodul alleine. Nachteil dabei ist, dass der Quarz bei allen Modulen so hoch baut, dass er bei eingestecktem Modul schon wieder an das vorherige stößt. Eine Verbesserung gibt es nicht, also muss man eben alle Platinen leicht wie ein Fächer aufspreizen. Nicht perfekt, aber machbar!

Bei dieser Platine handelt es sich um die Filterplatine, die die Oberwellen filtern soll. Die Ringkerne habe ich am Wohnzimmertisch gewickelt neben einer trivialen Sendung, um mich nicht zu verzählen. Verzählt habe ich mich nicht, aber den Wickelsinn verkehrt herum gemacht. Aber nach all diesen Kernen hatte ich keine Lust mehr, alle noch mal neu zu machen, deswegen sitzen diese auch nicht wie die Soldaten auf der Platine.


Die Rückseite. Meine ersten SMD-Lötergebnisse. Das war eine besondere Herausforderung, wenn man noch nie einen SMD-Baustein gelötet hat.

Meine Erkenntnis:

Ich brauche so was nicht noch einmal. Da hätte ich gleich das Wohnzimmer durchs Schlüsselloch streichen können, das ist auch nicht schwieriger...

Ja, unglaublich, aber auch hier geht es weiter, wenn auch nicht so, wie ursprünglich geplant. 

 

Ich wollte ja eion tolles Gehäuse um das Gerät bauen, aus Holz, nobel und aufwändig, als ob es aus dem 19ten Jahrhundert stammen würde, doch hier stieß ich auf etliche Probleme, die ich nicht so einfach lösen kann. Also wird die Lösung "Nobelgehäuse" auf die lange Bank geschoben und zuerst mal fertig gebaut in ein 19"- Gehäuse, das ich günstig auf einem bekannten Auktionshaus ersteigert habe. 

 

In zwei Wochen habe ich Urlaub, da wird es dann wechselweise zwischen Hummer und Speaky Neuigkeiten geben! 

 

Jetzt nach längerer Abstinenz geht es hier mal weiter. Meine ersten Versuche, die Platinen in ein Gehäuse zu bauen, sind fehl geschlagen. Das heisst, ein Gehäuse hatte ich schon, aber die Gestaltung der Frontplatte gelang mir nicht so, wie ich es haben wollte. Als das dann endlich soweit war, habe ich mit dem Kabelbaum begonnen. Leider machte ich einen Denkfehler und musste die Arbeit von ein paar Stunden wieder zerlegen und von vorne beginnen. 

Beim zweiten Versuch hätte es wahrscheinlich funktioniert, aber mir gefiel das Ergebnis in keiner Weise. Also, und darin hatte ich ja Übung, habe ich den Kabelbaum wieder zerlegt und den Einbau in dieses besagte Gehäuse aufgegeben. Denn es wäre ja erst mal nur das Innengehäuse gewesen! Für das Aussengehäuse ist ja noch nichts umgesetzt gewesen, was sicherlich auch noch sehr lange gedauert hätte.

 

Nach diesen beiden Versuchen hatte ich dann eine kreative Pause nötig.

 

Doch die Platinen lagen immer noch in Sichtweite, sodass das Projekt durchaus nicht in Vergessenheit geraten konnte. Und ich dachte auch immer wieder daran, suchte im Internet, holte mir Anregungen, aber der zündende Funken war war nicht zu finden. Wieso eigentlich? Plötzlich blieb mein Blick in meinem Shak an etwas hängen. Es steht dort schon die ganze Zeit, unberührt und regelmäßig abgestaubt...

Auf dieses Gerät war mein Blick gefallen! Das Handic-Funkgerät, das ich mal aus Lust und Laune für unter 10 Euro in einem bekannten Auktionshaus ersteigert hatte! Wieso bin ich da noch nicht vorher drauf gekommen? 5 Kippschalter, wie ich sie brauche. Ein Lautsprecher in der Front, wie ich es eigentlich mag und genügend Platz zwischen Links und Rechts, um die Frequenzanzeige, S-Metzer, 5 LED, Bandschalter und vier weitere Potis unter zu bekommen!

 

Kaum war der Gedanke gefasst, jetzt oder nie, habe ich an einem Sonntag Morgen während des Rundspruchs den Schraubenzieher geschwungen und zerlegt, was zu zerlegen ging. Leider habe ich vom Chaos keine Bilder gemacht, aber vielleicht ist das auch besser so.

 

Als alles entfernt war, was ich nicht mehr brauchte, musste der Rahmen noch ein wenig mechanisch bearbeitet werden, ein Winkel wieder platt gebogen und eine größere Öffnung gefräst. Ebenfalls waren diverse Bohrungen notwendig als auch verschiedene Aufweitungen vorhandener Bohrungen.

 

 

 

 

Hier kann man schon schön sehen, wie komfortabel das Platzangebot den Aufbau ist. Genügend Platz für ein Netzteil, das integriert werden könnte oder aber auch für einen Akku. Den Ideen sind (fast) keine Grenzen gesetzt!

 

 

 

 

Blick auf die Schalterbatterie und den Kontakten des Bandschalters. Schön zu erkennen die drei senkrecht stehenden Bandmodule sowie den Leerplatz.

 

 

Die Platine mit der LCD-Anzeige, die beide fest verbunden direkt in die Frontplatte gebaut ist. Ob sich das bewährt, lasse ich mal auf mich zukommen, eine Änderung, dass auch diese Platine fest am Innengehäuse ist, ist angedacht. Mal sehen, wann ich die Lust für den Umbau bekomme...

Darüber waagrecht die Platine für das S-Meter.

 

 

 

 

 

 

Blick auf die komplette Frontplatte von hinten.

Wird fortgesetzt, sobald es Neuigkeiten gibt!